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Führung von Teams (Teil 4)

Karikatur zu McClellands Motivationsmodell: Links eine Mitarbeiterin in einer harmonischen Gruppe für Zugehörigkeitsmotivation, rechts ein stolzer Manager als Symbol für Machtmotivation.

Fortsetzung: Einen Schraubenzieher für alle Gelegenheiten? Jeden Mitarbeiter gleich behandeln?

Wenn im Teil 3 zuletzt die „Leistungsmotivation“ skizziert wurde, dann soll es als nächstes um die „Zugehörigkeitsmotivation“ gehen.

Übrigens: Wenn die Motivationstypen (Leistungsmotivation, Zugehörigkeitsmotivation oder Machtmotivation) hier so nacheinander abgehandelt werden, bedeutet das nicht, dass sie sich gegeneinander ausschließen. Es kommt zwar vor, dass Menschen besonders starke Präferenzen für eine der drei Arten aufzeigen, trotzdem spielen auch die beiden anderen eine Rolle.

Die Zugehörigkeitsmotivation ist schon ein bedeutender Faktor bezogen auf das Unternehmen und nicht nur bezogen auf ein Team oder Projekt. Schon die Unternehmenskultur hat einen großen Anteil daran, wie integriert sich die Mitarbeiter fühlen. Zugehörigkeitsmotivierte Menschen, werden immer ein Unternehmen bevorzugen, in dem ein guter Teamgeist vorherrscht.

Karikatur zur Motivationstheorie nach McClelland: Eine Mitarbeiterin sitzt ratlos am Schreibtisch und überlegt in einer großen Gedankenblase, ob sie sich für Leistungs-, Zugehörigkeits- oder Machtmotivation entscheiden soll.
Motivationsprofil à la carte? Warum man sich seine unterbewussten Motive nicht im Supermarkt aussuchen kann, sondern sie tief in der Persönlichkeit verankert sind.

Aus Sicht des Teamleiters oder Projektleiters ist der Grad der Zugehörigkeitsmotivation der einzelnen Mitarbeiter ein Indikator, ob Arbeit im Team oder Arbeit als Einzelkämpfer den Vorzug erhält. Die verschiedenen Kombinationen, die die Zugehörigkeitsmotivation aufweisen kann, macht auch eine Aussage darüber, wie „pflegeleicht“ das Naturell des Mitarbeiters geartet ist. Dazu gleich mehr.

Stecken Sie einen „Diddi Hallerforden Typ“ in die Kanzel eines 15 Meter hohe Krans, wird er wahrscheinlich jeglichen Antrieb verlieren, an Einsamkeit krank werden oder kündigen. Solche Menschen wollen sich mitteilen. Sie wollen mit anderen Menschen gemeinsam Ergebnisse tätigen, sind Assoziations- und Innovationsweltmeister, wenn Befruchtung durch andere Teammitglieder stattfindet. Neuer Kenntnisse in der Gehirnforschung zeigen auch auf, dass Menschen bspw. besser in einem sozialen Umfeld lernen. Das liegt an den positiven Botenstoffen, die das Gehirn freisetzt, wenn man im Team lernt. Allerdings hat das auch ein wenig damit zu tun, was für ein Zugehörigkeitsmotivations – Typ man ist.

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Karikatur zur extremen Zugehörigkeitsmotivation nach McClelland: Ein Chef empfiehlt einem niedergeschlagenen Mitarbeiter mit hängenden Schultern den Besuch bei einem Psychologen.

Die Zugehörigkeitsmotivation unterteilt McClelland ebenfalls in zwei Ausprägungen:

Die Zugehörigkeitsmotivation

+  Hoffnung auf Anschluss (HA)

+  Furcht vor Zurückweisung (FZ)

+  Kreuzkombination ermöglicht die Intensität

So kann HA sehr stark in Erscheinung treten, FZ dagegen sehr schwach oder auch umgekehrt:


o  HA + FZ –      Anschlußmotiviert: Wohl die optimalste Kombination aus Sicht eines Teams. Konstruktiv und hoch motiviert, das Team zu

ergänzen.

o  HA – FZ +      Zurückweisungsmotiviert:

Auch eine Motivation, aber eher aus der Furcht heraus, nicht anerkannt zu werden.

o  HA + FZ +   Konflikthaft – Anschluß-

motiviert: Schwierige Mitarbeiter.

Heute hoch jauchzend, morgen wieder schlecht drauf.

o  HA – FZ-       Wenig – Motiviert: Beide

Kriterien  HA- und FZ- beschreiben den fast antriebslosen Mitarbeiter, der schon quasi Dienst nach Vorschrift macht. Keine Kritik, alles hinnehmend.


Lesen demnächst Sie im 5. Teil:

Die Machtmotivation“ nach McClelland

Karikatur zur Zugehörigkeitsmotivation nach McClelland: Ein Chef blickt aus dem Fenster auf einen geknickten Mitarbeiter und denkt „Das muss ein HA-FZ-sein“.