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Amüsiert Sie diese Frage?

Falls Sie Projektmanager sind, können Sie die Frage, „Was ist Projektmanagement“, beantworten?
„Sicherlich“ werden Sie sagen. Aber glauben Sie, Sie könnten auch die Prüfungsfragen des PMI für die PMP Zertifizierung beantworten? Wir werden sehen.
 

Definition des PMI für: „Was ist Projektmanagement?“

PM bedeutet das Anwenden von Wissen, Fähigkeiten, Werkzeugen und Verfahren auf Projektvorgänge, um die Projektanforderungen zu erfüllen. Das Projektmanagement wird durch die Anwendung von Prozessen wie Initiierung, Planung, Durchführung, Steuerung und Abschluss umgesetzt.

Nach DIN 69901:

Projektmanagement
ist die Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und –mittel
für die Abwicklung eines Projekts“.

Etwas anders formuliert…….

„Projektmanagement in seiner Gesamtheit beinhaltet den Aufbau einer Organisation, die Beherrschung verschiedenster Instrumente zur Planung, Steuerung und Kontrolle eines Projekts sowie die Anwendung von Führungsgrundsätzen um einer motivationellen Personalführung gerecht zu werden.

 

Projektmanagement bedeutet nicht die Lösung der inhaltlichen Probleme, sondern das Management des Problemlösungsprozesses“.

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Historischer Hintergrund:

Den Ursprung der Disziplin „Projektmanagement“ kann man in den USA platzieren. Anfänglich forcierten primär militärische Projekte das systematische Vorgehen in einem Projekt.  Begriffe wie „After Action Review“ oder „Deadline“, sind heute noch beliebte Ausdrücke, um wichtige Ereignisse zu artikulieren.

Leider muss man eingestehen, dass die Bundesrepublik seit je her dem Niveau der USA hinterherhinkt. Auch, oder gerade in den Hochschulen, führte Projektmanagement ein stiefmütterliches Dasein.


Beziehungen zwischen anderen Managementdisziplinen und Projektmanagement

Im Rahmen der deutschen Betriebswirtschaftslehre führt Projektmanagement an Hochschulen und Universitäten eher ein stiefmütterliches Dasein. Trotzdem kann der Projektleiter doch erhebliche Skills, aufgrund vieler Kongruenzen zwischen den allgemeinen Managementdisziplinen und den Werkzeugen des Projektmanagements, adaptieren.

Werkzeuge wie Planung, Organisation, Stellenbesetzung, Ausführung und Steuerung der Arbeitsabläufe in einem bestehenden Unternehmen, finden wiederum im Projektmanagement Anwendung. Auch speziellere Disziplinen wie Recht, Logistik und Personalwesen können einem Projektleiter grundlegende Werkzeuge zur Verfügung stellen, um Projektmanagement zu betreiben.

Allerdings werden diese Werkzeuge auch durch die Disziplin „Projektmanagement“ verändert und angepasst.

·         So wird „Stellenbesetzung“ in einem Projekt unter anderen Prämissen behandelt werden als in einer festen Linienorganisation. Projektteams werden meistens „Teams auf Zeit“ – also temporär installiert, was automatisch andere Beurteilungskriterien zur Folge hat, als in einer festen Organisation.

·         Des Weiteren wird sich  die Organisation als Institution (andererseits existiert der Begriff „Organisation“ als Handlungsablauf um z.B. eine Organisation als Institution zu etablieren) im Projektmanagement anders gestalten als, als die Organisation in einer fest installierten Linienorganisation. Dies schon allein aus dem Grund, dass Unternehmen, in denen das Projekt die Ausnahme bildet, temporäre „Projektorganisationen“ bilden müssen (Stichwort „Re-Engineering“), was zur Folge hat, dass Konkurrenzen um Ressourcen sowie Verteilungskämpfe stattfinden.

     Projektmanagement verfügt aber auch über vollkommen andere Werkzeuge, die nichts mit den allgemeinen Managementdisziplinen zu tun haben. Hier wäre z.B. die Projektbezogene Ressourcenplanung, der kritische Weg oder Projektstrukturplan zu nennen.

Auch MS Project hilft Projektmanagement zu unterstützen. MS Project ist quasi der Spiegel der Methoden.
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Weitere
Termini zum Thema „Was ist Projektmanagement“?

Im Zusammenhang mit den allgemeinen
Managementdisziplinen nennt das PMI auch „Anwendungsbereiche“.
Ein Anwendungsbereich besteht aus einem bestimmten Klientel von Projekten.

 Z.B. unterliegen Forschungsprojekte der
Pharmaindustrie bestimmten Gesetzmäßigkeiten, die mit der Kerndefinition des
PMI, bezüglich der Abschlusszieldefinition vor einem kalendarischen
Hintergrund, nicht konform gehen.

F&E Projekte der Pharmaindustrie
werden in der Regel in Jahresintervallen geplant und budgetiert. Nach Ablauf
eines Jahres wird die Erreichbarkeit einer Zielsetzung neu verifiziert und bei
positivem Ergebnis neu budgetiert.

Solche internen Anwendungsbereiche
verschiedener Projektkategorien, werden vom PMI/PMBOK im Anhang E als
„Erweiterungen eines Anwendungsbereichs“ deklariert. Es handelt sich also nicht
um einen Widerspruch zu den Kernaussagen des PMI sondern um eine „Erweiterung“
durch Gewinnung neuer Erkenntnisse.

Das PMI gesteht auch externen
kompetenten Institutionen zu, diese Erweiterungen dem PMBOK hinzuzufügen, wenn
eine Absprache mit dem PMI stattgefunden hat und die PMI Standards eingehalten
werden.

Das PMI sieht in den Themen
„strategischer Plan, Programm, Projekt und Teilprojekt enge Interdependenzen.

Programme (amerikanische
Methodenlehre):
Programme
werden entwickelt, um mehrere Projekte die Interdependenzen aufweisen, die
zeitgleich, zeitüberlappend oder hintereinander getätigt werden, nicht einzeln
zu administrieren, sondern unter dem Aspekt von Synergieeffekten gemeinsam zu koordinieren. Programme
enthalten neben den Aktivitäten zur Projektarbeit auch Elemente der
fortlaufenden Arbeitsinhalte.

Beispiel
Im Rahmen einer elektronischen Neuentwicklung zur Dokumentation von
Bewegungsabläufen bei Versuchsmäusen, werden einige Elemente zu
Standardelementen von Geräten für andere Versuchstiere. Diese Standardelemente werden Basis „fortlaufender Arbeitsinhalte“.

Das PMI stellt fest, dass in manchen
Anwendungsbereichen Programmmanagement und PM
synonym verwendet werden, in anderen Anwendungsbereichen dagegen PM als Teilgebiet des Programmmanagements gesehen wird. 

Teilprojekte: Eine der wichtigsten Methoden im PM
Transparenz und Planungsgenauigkeit zu erreichen, wird durch die Definition überschaubarer Einheiten erreicht. So untergliedert sich ein Projekt auf seiner 2. Hierarchiestufe in Teilprojekte.
Teilprojekte haben den Vorteil, ein Projekt Top down in überschaubare
Einheiten zu unterteilen, die wiederum zur weiteren Bearbeitung an
Teilprojektleiter, Partner-Unternehmen oder Subunternehmer delegiert werden.
Ein Teilprojekt kann durch eine Projektphase oder auch funktionale Kriterien
forciert werden.

Project Portfolio Management:  
Zu gut deutsch -> Projektbestandsverwaltung.
Hier geht es im Gegensatz zum operativen
PM (Methoden des einzelnen Projekts) um strategische Auswahl (Langzeitsicht bezogen auf ein
Projektportfolio), Planung und Unterstützung einzelner Projekte, die in ihrer
Gesamtheit das Projektportfolio eines Unternehmens bilden. Daraus resultieren
die Investitionen und damit verfügbaren Einsatzmittel für die Projekte.

Operatives PM bezogen auf Multiprojektmanagement wird auch Metaprojekt-management genannt

Im Gegensatz zum Programmmanagement
existieren hier keine Interdependenzen, es handelt sich einfach nur um einen
Pool der zu realisierenden Projekte eines Unternehmens oder Konsortiums. 

Trägerorganisation: Die Trägerorganisation erhält vom
Auftraggeber den Auftrag, ein Projekt zu planen, durchzuführen und
abzuschließen.

Operatives und strategisches Projektmanagement

  • Operatives PM: Darunter wird die klassische Projektarbeit verstanden. Also, die Ausführung des Projekts, definiert in der DIN 69901.
  • Strategisches PM: Das strategische Projektmanagement bildet den übergeordneten Rahmen auf der Unternehmensebene. So kann ein strategisches Ziel ein operatives Ziel dominieren. Das Kostenziel auf operativer Ebene ist nicht mehr erreichbar, es ist sogar mit Verlusten zu rechnen. Das strategische Ziel kann aber primär den Wert dieses Projekts an dem zu erwartenden Reputationsgewinn  messen, womit das operative Kostenziel in den Hintergrund tritt. Strategisches Projektmanagement beschreibt auch die Projektportfoliopolitik eines Unternehmens.
Earned Value Management ist Projektmanagement im Kontext der Überwachung- und Steuerungsprozesse.
Das DoD USA konnte die jährlichen Kosten im Rpüstungsbereich erheblich reduzieren, in dem es die Auftragnehmer dazu verpflichtete, die EVA in Projekten zu verwenden.

Was ist Ziel des operativen Projektmanagements?

  • Projektmanagement wird dominiert durch „die Magie des magischen Dreiecks“.  Wie schon unter der DIN 69901 beschrieben, orientiert sich ein Projekt primär an Kosten-, Sach- und Terminzielen.
Das magische Dreieck zeigt die Interdependenzen der drei Parameter Leitung, Zeit und Kosten auf.
Magisches Dreieck
  •  Verändert man eine dieser Größen, werden sich entweder eine andere oder die beiden anderen Größen verändern. Entzieht man einem Arbeitspaket Ressourcen, spart man Kosten auf Kosten der Qualität bei gleicher Dauer, oder man verliert Zeit auf Kosten der Terminlage….je nachdem was wichtiger ist.
  • Man muss sich dieses Dreieck als elastisches Gebilde vorstellen, dass beim geringsten Zupfen an einer der Ecken Schwingungen auf die anderen Ecken überträgt.
  • Ziel des Projektmanagements ist es also, dieses Dreieck so ausgeglichen wie möglich zu halten (Projektqualität). Da das nicht immer gelingt, müssen Prioritäten gesetzt werden und die orientieren sich wiederum häufig an den strategischen Zielen.
Das Bild zeigt zwei Refernezen von Mitarbeitern der Knorr-Brmse GmbH und Siemens AG.
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