PMP Zertifizierung und Lernen: Singen Sie! Singen Sie! Singen Sie!

Mit Singen ist nicht das Gegröle im Bierzelt nach der 3. Maß gemeint. Auch nicht das martialische Gejohle auf dem Fußballplatz! Nein, es geht darum, Töne zu treffen und Freude am gemeinsamen oder dem Singen allein zu empfinden. Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch schon mal aufgefallen ist: Das Gesicht eines ernsthaft singenden Menschen, verändert sich vollkommen. Es drückt eine Art Abwesenheit aus, der Sänger befindet sich in einer anderen Welt. Das ist kein Wunder, denn auch die Form seines Gehirns ändert sich. Sie werden es nicht glauben, weil das so ist, musste ein spanischer Saxophonist während seiner Operation am offenen Gehirn wach bleiben und Saxophon spielen. Sie glauben mir nicht? Hier der Beweis. 

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In den Gesichtern grölender Fußball Fans stellt sich dieser „abwesende Gesichtsausdruck“ nicht ein. Im Gegenteil, für mich erweckt ein solches Gesicht den Eindruck aufdringlicher Anwesenheit. Obwohl auch Fangesänge glücklich machen sollen.  

Es kommt also schon darauf an, mit welchem Bewusstsein und welcher Intention gesungen wird. 

 

Singen in einer Gruppe, einfach so, ist heutzutage relativ selten geworden. In meiner Kindheit kam es des Öfteren vor, dass wir auf Wanderungen Trupps von Menschen begegneten, die gemeinsam sangen. Wenn man heute singt, dann hin und wieder in der Kirche, bei DSDS, bei der Polizei oder wenn jemand Geburtstag hat. 

Happy Birthday singen können die meisten Menschen noch ohne abzulesen. Danach wird es schwierig. Na ja, einige bekannte aktuelle Hits werden von vielen jungen Leuten auch noch beherrscht. Allerdings laden die nicht unbedingt zum gemeinsamen Singen ein –  trotzdem auch dadurch Effekte für das Gehirn erzielt werden. Nutzeneffekte für das Gehirn, haben nichts mit der Stilrichtung zu tun, auf die Inbrunst und den Willen den Ton zu treffen, kommt es an. Auch wenn man den Ton nicht trifft, das Gehirn belohnt den Sänger trotzdem mit entsprechenden Botenstoffen, auch wenn in der Umgebung schmerzverzerrte Grimassen etwas anderes signalisieren.  

 

Dieser Effekt wurde auch in dem köstlichen Film mit Meryl Streep deutlich, in dem sie Florence Foster Jenkins verkörperte, die schlechteste Sängerin, die je in der Carnegie Hall aufgetreten ist. Falls Sie den Film noch nicht gesehen haben, tun Sie es. Dass Meryl Streep allerdings singen kann, zeigt Sie in dem Musical „Mamma Mia“. Auch recht nett anzusehen, auch besonders weil ihr Gegenpart James Bond Darsteller Pierce Brosnan mit seiner eigenen Gesangstimme glänzt.  

Heute wissen wir, dass das Gehirn des Menschen wichtigstes Organ ist – neben dem Darm natürlich, das zweite Gehirn des Menschen. Ohne Gehirn oder nur mit wichtigen Kernfunktionen des Gehirns, würde wohl kein Mensch weiter leben wollen, wenn er dies antizipierend bestimmen könnte und dies auch möglich wäre.

Gehirn, Lernen und Gesang

Phänomenal ist, dass Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben und dadurch das Sprachzentrum zerstört haben, über Gesang wieder sprechen lernen können. Das Sprachzentrum sitzt auf der linken Seite des Gehirns. Die Bereiche des Gehirns, die sich mit dem Gesang beschäftigen, liegen auf beiden Seiten des Gehirns. Von daher kann auch geschlussfolgert werden, dass z.B. die Vorbereitung auf die PMP Prüfung in Teilen gesungen wird. Die Melodie müssen Sie aber selbst erfinden. 

Die alten Ägypter hielten das Gehirn allerdings für nicht so wichtig. Es wurde alles um das Gehirn herum für wichtiger erachtet. Sie stocherten durch die Nasenlöcher im Gehirn der Toten so lange herum, bis es sich verflüssigte und durch die erweiterten Nasenlöcher abfließen konnte. Das habe ich als Kind auch mal mit einem Bleistift versucht, meine Mutter konnte mich gerade noch davon abhalten 😉 

(Man muss allerdings vermerken, dass das Gehirn von den Ägyptern entfernt wurde, damit es den Prozess der Einbalsamierung nicht stört.) 

  

 

Die Menschenfresser von Neuguinea hielten das menschliche Hirn für so wichtig, dass sie es ganz oben auf ihre Speisekarte setzten. Allerdings erkrankten die meisten von Ihnen an der Krankheit „Kuru (Lachkrankheit)“, die das eigene Gehirn angriff und meistens zum Tode führte.

Singen hat einen erheblichen Einfluss auf das Gehirn, ähnlich den motorischen Übungen, die ich in meinem Artikel „Jonglieren….“ darlegte. Nur, das eben andere Gehirnregionen betroffen sind. Gehirne von professionellen Musikern sehen bspw. anders aus als von Laien. Neuroplastizität heißt der Begriff, anhand dessen die Veränderungen eines Gehirns erklärt werden. Musik wirkt als Schnittstelle zwischen Emotion und Kognition und unterstützt damit Lernprozesse. Diverse Untersuchungen und Studien weisen den positiven Einfluss von Musik auf verschiedenste Lebensbereiche nach. 

Aktive Musik, rezeptive Musik und Gesundheit

Speichelproben eines Knabenchors, nach einem Gesangsabend, ergaben bei der Untersuchung, dass mehr Immunglobuline A im Speichel vorhanden waren, welche Krankheitserreger bekämpfen. Die Gegenprobe, nur Musik hören, führte nicht zu diesem Effekt.  

Es wird zwischen rezeptiver Musiktherapie (nur Konsum) und aktiver Musiktherapie unterschieden wird. Aktive Musiktherapie wirkt bei Schlaganfällen, stärkt das verbale Gedächtnis, Konzentrationsschwierigkeiten, zu hoher Blutdruck aber auch zur Prävention bezüglich diverser Krankheiten wie bspw. Hörschwächen im Alter, nicht nur bei Kindern, auch bei Erwachsenen. 

In anderen Untersuchungen haben auch rezeptive Musiktherapien gute Ergebnisse gebracht. Neuropsychologen empfehlen bei Krankheiten grundsätzlichden Heilungsprozess mit Musik zu begleiten. 

Untersuchungen ergaben jedoch, dass gerade Klassik, Meditationsmusik und Jazz die positivsten Effekte erzielen. Heavy Metal und Punk schneiden dagegen eher schlecht ab. Nur Wut und Verlust werden mit diesen Musik Genres relativ gut verarbeitet. 

Rezeptive Musiktherapie im Selbstversuch 

Der PmBok Guide, die Unterlage zur Zertifizierung zum Project Management Professional spricht nicht explizit über Musik als Motivator. Aber Teamentwicklung, intrinsische und extrinsische Motivation sind zentrale Themen des PmBok Guides. Und da der PmBok Guide eine laterale Sichtweise auf die gerade genannten Themen fordert, sollte Musik oder gemeinsames Musizieren nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Gerade in unserer Informations – überladenden hektischen Zeit, kann ein solches regelmäßiges monatliches Event einen ruhenden Pol darstellen, der zu einer bisher unbekannten Resilienz führen kann. 

Ich war bisher immer der Ansicht, Musik bei der Arbeit stört mich. Seitdem ich zu dem Thema recherchiere, kommt es da bei mir zu einer Umstimmung. Ich lasse seitdem leise klassische Musik neben herlaufen. Ich muss sagen, ich fühle mich nicht gestört. Im Gegenteil, ich empfinde es als Wohltat. Ich schweife nicht mehr so oft in Gedanken ab und arbeite konzentrierter. Wobei das Abschweifen in Gedanken auch häufig zu neuen Ideen führt. Aber dies kann ich auch durch andere Techniken erreichen. 

Mich motivieren die Argumente der Recherche sogar dahingehend, aktiv Musik machen zu wollen. Ich werde mir im ersten Schritt eine billige Gitarre kaufen und meinen Selbstversuch aktiv intensivieren. Genügend Anleitungen zum Gitarre spielen erlernen, existieren im Internet. 

 

Mein Wissen über das Singen und Musizieren: 

 

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